Überspringen zu Hauptinhalt
Samstag,02.03.2024Wir haben heute nicht geöffnet.Telefonisch erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst:116117

Impfung: der lebenswichtige Pieks

Wir im Deernicum wissen, wie wichtig eine ganzheitliche Betrachtung Ihrer Gesundheit ist. Zu einer guten Vorsorge gehören für uns deshalb nicht nur die frauenärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Auch Impfungen sind eine buchstäblich lebenswichtige Vorsorge: Denn damit schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen in Ihrem Umfeld vor potenziell gefährlichen oder sogar tödlichen Infektionskrankheiten.

Prof. Dr. Gerd Neumann:

„Bei uns in Deutschland bestehen in allen Bevölkerungsgruppen beträchtliche Impflücken“

(siehe hierzu: Prof. Dr. Gerd Neumann: Impfungen in der Frauenarztpraxis. In: Gyn Praktische Gynäkologie 19 (2014), S. 260–268).

Auch die „STIKO“ – die von der Bundesregierung beauftragte Impfkommission beim Robert-Koch-Institut in Berlin – stellt seit Jahren fest, wie besorgniserregend es um den Impfschutz in Deutschland steht.

Deshalb bieten wir Ihnen an: Bringen Sie bei Ihrem nächsten Besuch im Deernicum doch Ihren Impfausweis mit. So erfahren wir, wie gut es um Ihren Impfschutz steht. Und wenn Ihnen wichtige Impfungen fehlen, oder wenn Sie eine Impf-Auffrischung brauchen, erledigen wir auch das gerne bei uns im Deernicum.

Egal, ob Sie eine unserer jungen Deerns sind, ob Sie sich Kinder wünschen oder über 60 sind: Wir sind auch beim Thema „Impfen“ Ihr verlässlicher Partner – immer auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft und mit viel Erfahrung beim sorgfältigen Abwägen von Nutzen und Risiken einer Impfung.

Der Ordnung halber sei gesagt, dass es natürlich noch mehr Impfungen gibt. Die von uns hier angesprochenen und durchgeführten Impfungen sind jedoch aus unserer frauenärztlichen Sicht die wichtigsten.

Gebärmutterhalskrebs (HPV – Humane Papillomaviren)

Der durch Humane Papillomaviren (HPV) ausgelöste Gebärmutterhalskrebs gehört zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Sehr viele sexuell aktive Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens mit HPV an – und das leider unbemerkt. Denn sie entwickeln keine Krankheitssymptome wie z. B. bei einer Grippeinfektion. Stattdessen kann sich aus der HPV-Infektion über Jahre hinweg der Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Deshalb liegt uns diese Impfung ganz besonders am Herzen. Denn sie schützt effektiv vor HPV und damit vor dem potenziell tödlichen Krebs.

Wichtig ist, dass Mädchen gegen die HP-Viren geimpft werden, bevor sie den ersten sexuellen Kontakt haben – nur so ist gewährleistet, dass sie noch nicht mit dem Virus in Berührung gekommen sind. Die aktuelle Impfempfehlung der STIKO lautet, dass Mädchen schon ab dem 9. Lebensjahr geimpft werden sollten. Unser Rat: Lassen Sie Ihre Tochter und auch sich selbst bitte auf jeden Fall gegen HPV impfen – denn dieser kleine Piekser kann wirklich gegen Krebs schützen!

Auch wenn Sie vor Ihrer sexuell aktiven Lebensphase nicht geimpft worden sind, kann eine HPV-Impfung dennoch sinnvoll sein. Wir wägen mit Ihnen gemeinsam Nutzen und Risiken der Impfung ab.

Übrigens ist die HPV-Impfung eine ideale Gelegenheit für die ganz jungen Mädchen, den Frauenarzt erst einmal entspannt und ohne Untersuchung kennen zu lernen. So können die Deerns schon ein wenig Vertrauen aufbauen – und das macht den ersten „richtigen“ Frauenarzt-Besuch später viel einfacher.

Noch ein Tipp für die jungen Deerns: Wenn ihr noch nie beim Gynäkologen wart und unsicher seid, was euch dort erwartet: Schaut doch mal bei der Teenie-Sprechstunde hier auf deernicum.de vorbei! Hier erfahrt ihr jede Menge interessante Infos – und habt danach garantiert (fast) keinen Bammel mehr vor dem ersten Frauenarzt-Besuch!

Masern, Mumps, Röteln (MMR)

Wir kennen Masern, Mumps und Röteln, kurz „MMR“, als klassische Kinderkrankheiten. Immer öfter erkranken aber auch Menschen im Jugend- und Erwachsenenalter daran. Das Schlimme: Je später es zu einer Infektion und Erkrankung kommt, desto eher können sich lebensgefährliche Komplikationen entwickeln.
Röteln bergen zudem eine besondere Gefahr für das Leben des ungeborenen Kindes, wenn die Frau während der Schwangerschaft erkrankt. Daher werden Mädchen schon seit langem geimpft. Mumps- und Masernimpfung werden allen nach 1970 Geborenen und/oder mit unvollständigem Impfschutz empfohlen. Der Einfachheit halber erfolgt die Impfung inzwischen immer als Kombinations-Imfung MMR.

Grippe (Influenza)

Im Gegensatz zur harmlosen Erkältung, einem „grippalen Infekt“, ist die echte Grippe eine schwere und potenziell sogar tödliche Erkrankung – vor allem für ältere Menschen, Tumorpatienten und Schwangere. Besonders diese Risikogruppen, aber auch jeder andere Mensch, sollten sich daher jedes Jahr im Herbst impfen lassen, bevor die erste „Grippewelle“ anrollt. Übrigens sollten sich schwangere Frauen auch nach der 12. Schwangerschaftswoche impfen lassen – der Schutz überwiegt das Risiko hier bei weitem.

Windpocken (VZV-Infektion)

Windpocken sind sehr ansteckend, daher haben die meisten Erwachsenen in Deutschland eine Infektion durchgemacht. Viele sind inzwischen auch dagegen geimpft. Dennoch gibt es immer noch Menschen, die noch nie in Kontakt mit den Windpocken-Auslösern, den VZV-Viren gekommen sind. Sie können sich bei Auftreten von Windpocken in ihrer Umgebung sehr leicht anstecken. Insbesondere Schwangere sind hier gefährdet: Denn eine Infektion kann für das ungeborene Kind tödlich sein oder es schwer schädigen. Daher sollten Sie sich bei Kinderwunsch unbedingt testen lassen, ob Sie immun gegen die VZV-Viren sind – und sich gegebenenfalls impfen lassen. So schützen Sie sich selbst, Ihr Kind und Ihre Umgebung.

Kinderlähmung (Poliomyelitis, Polio)

Auch wenn in Deutschland das Risiko relativ gering ist, an der als „Kinderlähmung“ bekannten Poliomyelitis zu erkranken: Wir raten dringend zu einer Polio-Impfung – denn das gefährliche Virus ist noch lange nicht ausgerottet. Aktuell grassiert es z. B. in Osteuropa, und damit besteht die Gefahr einer Vireneinwanderung. Um die Immunität in unseren Breiten aufrecht zu erhalten, ist eine Polio-Impfung so lange notwendig, bis das WHO-Ziel der weltweiten Ausrottung des Poliomyelitis-Virus erreicht ist.

Die Polioimpfung ist eine Standardimpfung für alle Menschen. Wir raten dringend zur Kontrolle Ihres Impfstatus – vor allem, wenn Sie im medizinischen Bereich oder im Labor arbeiten, oder wenn Sie in Regionen mit Infektionsrisiko reisen wollen. Bringen Sie doch einfach zu Ihrem nächsten Termin Ihren Impfausweis mit: So können wir feststellen, ob ein Impfschutz besteht.

Keuchhusten (Pertussis)

Eine Pertussisinfektion befällt die Schleimhäute der Atemwege und kann dort den potenziell lebensbedrohlichen Keuchhusten auslösen. Betroffen sind vorwiegend Kinder und Jugendliche – aber auch Säuglinge können erkranken. Leider können wir die ganz Kleinen aber noch nicht impfen, denn dem Körper ist eine Impfung sozusagen „egal“ – er kann noch keine Antikörper gegen Pertussis aufbauen. Die Lösung: Wir impfen die Mutter und alle Menschen im direkten Umfeld des Kindes. Damit erzeugen wir das, was Impfmediziner „Herdenimmunität“ nennen. So ist es fast unmöglich, dass sich der Säugling mit Keuchhusten infiziert.

Wenn Sie bereits schwanger sind, impfen wir einige Tage nach der Geburt, denn in der Schwangerschaft wird die Keuchhustenimpfung nicht empfohlen.

Sprechen Sie mit Ihrem Partner und allen, die nach der Geburt Ihres Kindes mit ihm in Berührung kommen. Wir beraten Sie und Ihre Angehörigen gerne!

Tetanus und Diphtherie

Wenn wir Sie gegen Pertussis impfen, dann auch gleich gegen Tetanus und Diphterie – denn wir führen hier eine sogenannte Standardisierte Kombi-Impfung durch.

Die deutsche Impfkommission STIKO empfiehlt eine Grundimmunisierung gegen diese gefährlichen Infektionskrankheiten. Die kombinierte Impfung sollte im zehnjährigen Rhythmus aufgefrischt werden – und wir können uns dieser Empfehlung nur anschließen!

Tetanus, auch „Wundstarrkrampf“ genannt, kann schon durch eine harmlose Bagatellverletzung ausgelöst werden, denn das Bakterium „Clostridium tetani“ und dessen resistente Sporen finden sich nahezu überall, auch im Straßenstaub und in der Gartenerde. Dank hoher Impfraten tritt diese Erkrankung in Deutschland nur selten auf. Das große Aber dabei: Ein Viertel aller Infektionen bei Patienten über 45 Jahren endet tödlich. Und besonders gefährlich ist das Tetanus-Bakterium für Schwangere und ihr ungeborenes Kind: In den meisten Fällen verläuft eine Infektion für beide tödlich. Deshalb ist eine Impfung bzw. Impfauffrischung schon vor Beginn der Schwangerschaft lebenswichtig!

Das Gleiche gilt für Diphterie. Diese Erkrankung der oberen Atemwege ist zwar in Deutschland dank der Impfungen sehr selten geworden. Aber in anderen Ländern ist die Diphterie noch weit verbreitet und kann jederzeit eingeschleppt werden. Nur ein Drittel der Bevölkerung hat einen sicheren Impfschutz – daher raten wir dringend zur Impfung.
Ob und wann Sie gegen Diphterie und Tetanus geimpft worden sind, steht in Ihrem Impfausweis. Bringen Sie ihn einfach bei Ihrem nächsten Besuch im Deernicum mit!

Hepatitis B

Die gute Nachricht zuerst: Deutschland ist ein sogenanntes „Hepatitis B-Infektions- Niedrigendemiegebiet“. Was bedeutet: Hierzulande ist das Risiko, an Hep B zu erkranken, relativ gering. Am häufigsten erkranken Menschen zwischen 30 und 39 Jahren.

Bei bestehendem Kinderwunsch klären wir die Notwendigkeit einer Hepatitis-Impfung mit Ihnen gemeinsam ab – denn wenn Sie sich mit Hep B infizieren, besteht ohne entsprechende Gegenmaßnahmen wie die Impfung des Kindes direkt nach der Geburt oder die medikamentöse Therapie der Mutter in der Schwangerschaft ein 80- bis 90-prozentiges Risiko, dass Sie Ihr Kind anstecken. Und das bedeutet in beinahe allen Fällen eine chronische Hepatitis B-Erkrankung auch für Ihr Kind.

Entsprechend den Mutterschaftsrichtlinien untersuchen wir unsere schwangeren Patientinnen auf Hepatitis-Antigene. Darüber hinaus überprüfen wir gerne Ihren Impfstatus.

Besonders wichtig ist die Impfung für alle, die im Sozial- oder Gesundheitswesen arbeiten, da man sich durch den Kontakt mit Patienten – insbesondere an Wunden und Schleimhäuten – sehr leicht anstecken kann. Hepatitis B ist zudem eine sexuell übertragbare Erkrankung, weshalb sich auch Personen mit risikoreichen Sexualkontakten impfen lassen sollten.

Sie planen eine Schwangerschaft?

Hier finden Sie eine Checkliste für alles, was zum Thema Impfungen wichtig ist.

Wir empfehlen Ihnen bei Kinderwunsch dringend eine Überprüfung Ihres Impfstatus und eventuell noch fehlende Impfungen vor der Schwangerschaft nachzuholen.

Bringen Sie einfach Ihren Impfpass mit in die Sprechstunde. Dann klären wir gemeinsam alle notwendigen Impfungen ab – und führen sie auch gleich im Deernicum durch.

  • Komplettierung aller fehlenden Standardimpfungen.
  • Impfung der Mutter und aller Kontaktpersonen des Kindes gegen Keuchhusten (Pertussis)
  • Überprüfung der Immunität gegen Röteln.
  • Impfstatus, bzw. Vorhandensein von Antikörpern gegen Varizellen (Windpocken) feststellen.
  • Schutz gegen Hepatitis B abklären.
  • Saisonale Grippeschutz-Impfung durchführen.
  • Überprüfung und ggf. Impfung bzw Auffrischung aller Schutzimpfungen entsprechend der STIKO-Richtlinien.

Deernicum - die gynäkologische Praxis von Dr. Thorsten Maas - der Frauenarzt Ihres Vertrauens in der Region Büdelsdorf, Kiel, Hamburg, Rendsburg, Eckernförde - ist Mitglied im Berufsverband der Frauenärzte